Limburg. Die Kreisstadt Limburg ist als Mittelzentrum (mit Teilfunktionen eines Oberzentrums) durch gleich vier Bundesstraßen angebunden, was für die Anwohnerinnen und Anwohner mit zahlreichen Belastungen verbunden ist. Seit Jahren beschäftigt sich die Stadt mit Möglichkeiten zur Reduzierung des Verkehrs. Doch spürbare Entlastungen der Verkehrsdichte versprechen sich die Mehrheit in der Limburger Stadtpolitik und viele Bürgerinnen und Bürger lediglich durch die Schaffung einer sinnvollen Umgehung. Die Kreistagfraktion der CDU stellt nun gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner einen Antrag, der sich für eine Südumgehung in getunnelter Variante auf der „Alttrasse“ einsetzt und von der Bundesregierung einfordert, diese Trasse als „Vordringlichen Bedarf“ im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) einzustufen. Diese Variante wurde bereits im Jahr 2012 mit deutlicher Mehrheit von den Limburger Stadtverordneten präferiert. Leider wird die Südumgehung Limburgs bislang nur im erweiterten Bedarf des BVWP geführt.

„Wir wollen eine Südumgehung in getunnelter Variante auf der „Alttrasse“ für unsere Kreisstadt Limburg! Dass sich jahrzehntelanges Kämpfen für eine Umgehung lohnen kann, sehen wir zurzeit in Bad Camberg an der B8. In Limburg ist der Bedarf an Entlastung sehr hoch und ein weiteres jahrzehntelanges Warten kann sich unsere Stadt kaum erlauben, weshalb wir uns dafür stark machen, dass die Trasse mit der Einstufung als „Vordringlicher Bedarf“ schnellstmöglich in Angriff genommen werden kann.“, stellt der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion Christian Wendel, der auch Vorsitzender der Limburger CDU ist, klar.

Zurzeit läuft die turnusmäßige Bedarfsüberprüfung des aktuellen Bundesverkehrswegeplans 2030. Nach dem Willen der Christdemokraten eine Chance endlich die Südumgehung ganz oben auf die Agenda zu setzen. Pressesprecher der Fraktion und Mitglied im zuständigen Ausschuss für Raumordnung, Wirtschaft, Bau und Verkehr, Tarik Cinar, sieht ebenfalls die Dringlichkeit einer Umgehung: „Auch die gesundheitlichen Belastungen für die Limburger sind nicht zu unterschätzen. Wir fordern auch die Hessische Landesregierung auf sich bei der Aktualisierung der Bedarfsüberprüfung für Limburg einzusetzen. Wir wollen die Lebensqualität für die Einwohner Limburgs, aber auch für die vielen Menschen aus der Umgebung, die täglich mühselig durch den Limburger Stadtverkehr pendeln, spürbar verbessern.“

Der gemeinsame Antrag von CDU und SPD wird am 1. Juli im Kreistag behandelt.

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