Nach mehrjähriger Bauzeit wurde am 12. Oktober 2020 in München, Hochstraße, das Sudetendeutsche Museum eröffnet und geweiht. Das rote Band am Zugang zum Gebäude durchschnitten: Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters (Berlin), Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Schirmherr der Sudetendeutschen, und Bernd Posselt, Sprecher der Sudetendeutschen. Anwesend waren auch der Bischof von Regensburg, Prof. Dr. Voderholzer (Mutter stammt aus Kadrau) und der Evangelische Regionalbischof für München und Oberbayern, Christian Kopp, Rabiner Steven Langnas vertrat die jüdische Gemeinde.

Kulturstaatsekretärin Monika Grütters sagte, das vielfältige Kulturerbe der Sudetendeutschen erhalte damit einen zeitgemäßen Erinnerungsort. Das Museum zeige mehr als 900 Ausstellungsstücke und der Bund habe es mit zehn Millionen EURO gefördert.

Ministerpräsident Söder nannte das Sudetendeutsche Museum als einen Leuchtpunkt für die bayerische Kulturlandschaft. Er zitierte den verstorbenen Roman Müller aus Nürnberg, der immer gesagt habe: „Man konnte mir alles nehmen, was das Materielle war, aber man konnte mir nicht das Gefühl und die Erinnerung an meine Kultur nehmen“. Die Vertriebenen haben in Deutschland sehr früh daran gearbeitet, nach vorne zu schauen, Aussöhnung anzustreben. Miteinander statt Gegeneinander, so Markus Söder.
Das Museum ist nach den modernsten musealen Präsentationsvorstellungen konzipiert. Fünf Museumsetagen hat das Museumsgebäude, die heißen: „Heimat und Glaube“, „Nationalismus und Nationalstaat“, „Verlust und Vertreibung“, Nachkriegszeit und Neubeginn“. Das Erdgeschoß ist für Sonderausstellungen gedacht. Dreisprachig (deutsch, tschechisch und englisch) und barrierefrei ist das Museum.

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