Limburg-Weilburg. Kinder und Jugendliche haben durch die Corona-Pandemie in besonderer Weise Benachteiligungen erfahren. Sie haben nicht nur Lernstoff versäumt, sondern konnten häufig ihre Freundinnen und Freunde nicht persönlich treffen oder beliebten Freizeitaktivitäten nachgehen. Insbesondere fehlten auch die Möglichkeiten des sozialen Miteinanders in Vereinen, Verbänden, den Jugendorganisationen und selbstverwalteten Jugendräumen sowie beim gemeinsamen Sport und Spiel. Daher muss sich der Blick nicht nur auf das kognitive Aufarbeiten von Lernrückständen oder Bildungslücken richten, sondern insbesondere auch auf die sozialen Aspekte in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Vor diesem Hintergrund haben die Fraktionen von CDU und SPD zur Kreistagssitzung am 10. September beantragt, dass der Kreisausschuss mit der Erstellung eines Konzeptes zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit bzw. Jugendsozialarbeit beauftragt wird.

„Ziel des Antrags ist die weitere Stärkung der Förderung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in den Städten und Gemeinden des Landkreises. Ihnen soll insbesondere dabei geholfen werden, eventuelle Benachteiligungen in der sozialen Entwicklung zu kompensieren, welche durch die Corona-Pandemie entstanden sind,“ so Christian Wendel, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion.

„Wir begrüßen das Aktionsprogramm der Bundesregierung „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“. Die darin aufgeführten Maßnahmen sind wichtig und sollen auch im Landkreis Limburg-Weilburg umgesetzt werden. Hier kommt der kommunalen Jugendarbeit auf der Ebene von Städten und Gemeinden sowie der vorwiegend kommunal getragenen Schulsozialarbeit eine besondere Bedeutung zu,“ so der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Kreistagsfraktion Andreas Hofmeister.

Die im Bundesprogramm bereitgestellten Mittel scheinen den beiden größten Fraktionen im Kreistag allerdings nicht ausreichend, um die gewünschten Ziele kreisweit zu erreichen. Daher soll „die lokale Kinder- und Jugendarbeit auch durch eigene Mittel des Landkreises zeitlich befristet analog dem Bundesprogramm gefördert werden,“ so die Vorsitzende des Arbeitskreises Soziales der CDU-Fraktion Ingeborg Drossard-Gintner. „Der Landkreis sollte dafür sorgen, dass qualifizierte Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner wohnortnah eine vertrauenswürdige Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche bieten. Unter Berücksichtigung der z. T. bereits sehr gut ausgebauten sozialen Infrastruktur kann das zusätzliche Angebot aufbauend oder flankierend zur kommunalen Jugendpflege bedarfsgerecht organisiert werden,“ so Drossard-Gintner weiter. Sofern eine Stadt oder Gemeinde die zusätzlichen Mittel im Einzelfall zur Ausweitung ihrer Angebote der Schulsozialarbeit einsetzen möchte, sollte dies nach Auffassung der Antragsteller ebenfalls ermöglicht werden. „Das Konzept soll dem Kreistag über den Sozialausschuss vorgelegt werden; die Bereitstellung der erforderlichen Mittel soll Gegenstand der Haushaltsplanberatungen für die Jahre 2022 und 2023 werden,“ so Christian Wendel abschließend.

Weitere Informationen zur Arbeit der CDU-Kreistagsfraktion finden Sie unter www.cdu-limburg-weilburg.de. Zudem steht der Pressesprecher Tarik Cinar sehr gerne für Rückfragen zur Verfügung.

Kontaktperson

Tarik Cinar

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Tarik.Cinar@limburg-weilburg.cdu.de

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