„Die häusliche Gewalt nimmt während der Corona-Pandemie vielerorts zu. Unter den Auswirkungen leiden vor allem die Frauen. Geschlechtsspezifische Gewalt kann jede Frau treffen – unabhängig von Alter, sozialem oder kulturellem Hintergrund“, erklärte Christine Zips als Kreisvorsitzende der Frauen Union (FU) Limburg-Weilburg.

Mit dem Hissen der Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ setzt die Frauen Union ein öffentliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen:
Am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, werden bundesweit blaue Fahnen mit diesem LOGO: „ Frei leben ohne Gewalt“, auch an öffentlichen Gebäuden, aufgehängt.

Die Vereinten Nationen bezeichneten kürzlich den globalen Anstieg häuslicher Gewalt gar als „Schattenpandemie“. Auf Grund von Kontakteinschränkungen während der Corona-Pandemie nehmen Gewalttaten zu Hause und in Beziehungen zu. Obwohl noch keine validen Zahlen vorliegen, ist eine hohe Dunkelziffer zu befürchten, da weniger soziale Kontakte das Anzeigeverhalten beeinflussen.
Gewalt an Frauen geht alle in unserer Gesellschaft an. Sie findet in unterschiedlichen Formen alltäglich statt. Die Statistik weist aus, das mehr als jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens Opfer von Gewalt wird.

Erheblich verschärft wurde die Situation für Frauen während der Corona-Krise auch in anderen Lebensbereichen; „Homeoffice“ führte insbesondere Frauen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit, oft darüber hinaus. Kurzarbeit und niedrige Löhne, von denen Frauen kaum eigenständig leben können, steigende Mieten halten Frauen in Abhängigkeit und werden als Unterdrückung empfunden.

Die Frauen Union verweist auf die Istanbul-Konvention des Europarates, die zahlreiche Staaten - darunter Deutschland - unterzeichnet haben. Das Übereinkommen hat das Ziel, Frauen vor allen Formen der Gewalt zu schützen und um Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt zu verhindern, strafrechtlich zu verfolgen und zu beenden. In Deutschland trat im Jahr 2002 das Gewaltschutzgesetz in Kraft, 2006 folgte das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das unter anderem Abwehrrechte gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz regelt. Seit 2007 gilt Stalking als Straftatbestand, seit 2011 ist Zwangsheirat unter Strafe gestellt, seit 2015 das Verstümmeln weiblicher Genitalien. Einen Paradigmenwechsel stellte die „Nein-heißt-Nein-Lösung“ im Strafrecht dar, die die sexuelle Selbstbestimmung bestärkt.

„Wir setzen uns als Frauen Union für Frauenrechte, für die Gleichstellung, für die Selbstbestimmung von Frauen und für den Schutz von Frauen vor Gewalt ein. Wir müssen vor allem den betroffenen Frauen Mut machen, sich zu wehren und Hilfe zu suchen“, so die FU – Kreisvorsitzende Christine Zips.

Der FU Kreisvorstand der Frauen Union Limburg-Weilburg appelliert an die Gesellschaft, die Augen bei Gewalt offen zu halten. Hier ist weiterhin Prävention erforderlich.

Der Kreisvorstand der Frauen Union Limburg-Weilburg schließt sich den Forderungen der CDU und zahlreicher Organisationen an, dass wir uns dafür einsetzen, dass Frauen gleichberechtigt und frei von Gewalt in unserer Gesellschaft leben können, so
Christine Zips.

Wer von Gewalt betroffen ist, oder jemanden kennt, der von Gewalt betroffen ist, kann sich kostenfrei und anonym an das Hilfetelefon unter 08000 116 016 wenden.

Ansprechpartner

Tarik Cinar

Geschäftsführer

+49 6431 2856111
Tarik.Cinar@limburg-weilburg.cdu.de

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