Die Union der Vertriebenen und Flüchtlinge (UdV) im Landkreis Limburg-Weilburg begrüßt die Entscheidung der Hessischen Landesregierung, dass das Amt der hessischen Landesbeauftragten für Heimatvertriebene und Spätaussiedler vom Ehrenamt zum Hauptamt ungewandelt wurde. Mit dieser Entscheidung zeigt die Hessische Landesregierung, dass die Belange der Flüchtlinge, Heimatvertriebenen und Spätaussiedler anerkannt werden. Man darf nicht vergessen, dass nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges rund 15 Millionen Deutsche aus ihrer angestammten Heimat in Mittelost-, in Ost- und Südosteuropa gewaltsam vertrieben wurden. Heute haben fast ein Drittel der Bürgerinnen und Bürger in Hessen einen Vertriebenenhintergrund.

Die Kritik der drei Oppositionsparteien SPD, FDP und Linke im Hessischen Landtag an der Umwandlung der Stelle zeigt, dass sie die Arbeit für die Vertriebenen und Spätaussiedler von diesen Parteien nicht würdigen und honorieren. Schließlich geh es auch um den § 96 des Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetzes, nach dem der Bund und die Länder verpflichtet sind, "das Kulturgut der Vertreibungsgebiete in dem Bewußtsein der Heimatvertriebenen, der Flüchtlinge und der Spätaussiedler, des gesamten deutschen Volkes zu erhalten". Die Kritik der drei Opositionsparteien ist daher unberechtigt und haltlos.

Die Erinnerungen an die Flucht und Vertreibung der Deutschen aus dem Osten Europas wird mit dem Abstand zum Zeitpunkt des Geschehens immer schwieriger, daher ist es von großer Bedeutung ,dass eine hauptamtliche Person diese Aufgaben in der Gegenwart und in der Zukunft wahrnimmt. Die Wertigkeit der gestellten und geleisteten Arbeit verlangt eine finanzielle Absicherung der hessischen Landesbeauftragten und ihrer Mitarbeiter. Frau Margarete Ziegler-Raschdorf hat biser eine Arbeit geleistet, die Anerkennung und volles Lob verdient. Ihre Arbeit ist wegweisend über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Die UdV Limburg-Weilburg wünscht der Landesbeauftragten bei der Erfüllung ihrer Aufgaben viel Erfolg.

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