Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen ist einer der Schwerpunkte der CDU-Frauen in Limburg-Weilburg. "Das ist ein Thema, das gerade auch jetzt in den Blick genommen werden muss", so die FU Kreisvorsitzende Christine Zips. Trotz vieler Anstrengungen zum Gewaltschutz bleibt das Problem virulent. In den letzten Jahren sind die Zahlen bei der Anzeige von häuslichen Gewalttaten auch ohne coronabedingte Einschränkungen immer weiter angestiegen. „Mit der Aktion wollen wir CDU Frauen daher ein sichtbares Zeichen setzen und auf Gewalt und Diskriminierung von Frauen aufmerksam zu machen“.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind für das laufende Jahr noch nicht komplett überschaubar. Berichte von Beratungsstellen und Unterkünften deuten jedoch daraufhin, dass diese weiter steigen.
Laut der polizeilichen Kriminalstatistik im Jahr 2020 wurden hessenweit insgesamt 10.013 Fälle von Häuslicher Gewalt erfasst. In Relation zum Jahr 2019 stellt dies für den Bereich der Häuslichen Gewalt eine Steigerung um 7,68% dar (2019: 9.299 Fälle) – die Dunkelziffer liegt sicherlich noch höher. 80 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt sind Frauen gewesen. Laut der Zahlen der Kriminalstatistischen Auswertung zu Partnerschaftsgewalt 2019 des Bundeskriminalamtes sind insgesamt knapp 142.000 Menschen im Jahr 2019 in Deutschland Opfer von Gewalt durch ihren Partner oder Ex-Partner geworden.
„Diese Zahlen können wir nicht akzeptieren. Wir dürfen uns nicht damit abfinden und Opfer nicht alleine lassen. Wir setzen uns auf allen Ebenen für Frauenrechte, für die Gleichstellung und für den Schutz von Frauen vor Gewalt ein. Wir fordern die hessische Regierung auf, neben der finanziellen Unterstützung für Beratungsstellen und Schutzeinrichtungen, die Istanbul-Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von häuslicher Gewalt gegen Frauen weiter aktiv umzusetzen“ so Christine Zips.

Limburg/Weilburg, 25.11.2021
Christine Zips
FU Kreisvorsitzende
Limburg-Weilburg

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