Vorstand der Frauen Union Limburg/Weilburg mit der Referentin Frau Dr. Stephanie Frenes (mit Blumen).

„Auf Einladung der Frauen Union Limburg-Weilburg sprach Frau Dr. Stephanie de Frenes, Diözesanoberin der Malteser im Bistum Limburg, zum Thema „Einsamkeit macht krank!.“ Da nach den Daten des statistischen Bundesamtes über 40% der Haushalte sogenannte Einpersonenhaushalte sind, wurden die gesundheitlichen Folgen durch zahlreiche Studien untersucht. Das Ergebnis war: Alleinlebende haben eher mit psychischen Erkrankungen zu tun als andere Menschen.

Die gesellschaftlichen Veränderungen, die eine Entsolidarisierung der Gesellschaft begünstigen, tragen zur Vereinsamung bei und zwar unabhängig vom Alter oder Geschlecht. Die Menschen treten nicht mehr unmittelbar in Kontakt, denn Handy, Automaten und Internet unterbinden dies. Dabei ist der gesellige Kontakt äußerst wichtig.

Die Referentin appellierte an die vielen interessierten Frauen über Verbände, Vereine, Kirche, das Gespräch mit Alleinstehenden zu suchen. Um aus der Isolation herauszukommen genügten bereits wenige Worte.

Frau Dr. Frenes betonte in ihrem Vortrag, den Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit zu sehen. Alleinsein könne auch bewusst gesucht werden, um dem Ruhebedürfnis oder der Stressbewältigung Rechnung zu tragen. Durch Krankheit, Verlust des Partners, durch Umzug oder Glaubensverlust kann andererseits die Einsamkeit zur Krankheit führen. Speziell für Senioren gibt es mittlerweile viele Hilfsprogramme, zum Beispiel auch die Angebote des Malteser -Hilfsdienstes. Jeder ist aufgerufen, der Vereinsamung durch Kontakte entgegenzuwirken“.

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