Bei der Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsplanes Mittelhessen
strebt die Regionalversammlung die Ausweisung weiterer Gewerbegebiete an
und empfiehlt dabei benachbarten Kommunen solche Flächen gemeinsam zu
entwickeln.

Grund genug für die regionale CDU-Fraktion, sich gemeinsam mit
Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich vor Ort über ein bewährtes
interkommunales Gewerbegebiet in Gladenbach zu informieren. Dort haben
sich die Gemeinden Bad Endbach, Lohra und die Stadt Gladenbach
zusammen getan und unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ bereits im
Jahre 1995 einen Zweckverband gegründet. Dem schloss sich die
Bauleitplanung auf dem Gelände in der Gemarkung Mornshausen an.
Wie der derzeitige Geschäftsführer des Verbandes, Lars Plitt, mitteilte, begann
kurz nach der Jahrtausendwende die Erschließung in mittlerweile drei
Bauabschnitten. Erste Grundstücke wurden bereits im Jahre 2004 verkauft.
Plitt und auch der örtliche Fraktionsvorsitzende Werner Waßmuth, zugleich
Vorsitzender des Haupt- und Planungsausschusses der
Regionalversammlung, erklärten, dass die Partnerschaft auf Augenhöhe laufe
und die Zahllasten und Einnahmen nach festgelegtem Schlüssel erfolgten.
Heute könne man feststellen, dass es einige namhafte Ansiedlungen, auch
von Weltmarktführern gegeben habe. Das Gewerbesteueraufkommen zeige,
dass sich das gemeinsame Engagement und der Aufwand „rentiert“ hätten.
Unabhängig davon seien mehr als 300 Arbeits- und Arbeitsplätze geschaffen
worden. Eine Erweiterung sei vorgesehen. Dabei strebe man jedoch einen
Wandel zu einem „grünen Industrie- und Gewerbepark“ u.A. durch massive
Photovoltaikanlagen an, deren Strom direkt bei den Unternehmen eingespeist
werden könne.

Nach Auffassung des Fraktionsvorsitzenden Martin Richard (Limburg) zeigt
dieses Beispiel, dass die Regionalversammlung mit der Empfehlung für
interkommunale Gewerbegebiete auf dem richtigen Weg ist. Besonders
Gemeinden mit schlechter Anbindung an überregionale Verkehrswege könne
man nur empfehlen, sich mit Gemeinden an Autobahnen und Bundesstraßen zusammen zu schließen. Man bekomme einen Bonus bei der Größe des
Gewerbegebietes, partizipiere an den Gewerbesteuereinnahmen und schaffe
Arbeitsplätze in räumlicher Nähe. Gleichzeitig werde der eigene Ort nicht über
Gebühr mit Schwerverkehr belastet.

Im Zuge der Information konnten die Christdemokraten auch das angesiedelte
Unternehmen Optima besichtigen. Dessen Geschäftsführer Stephan Reuter
stellte die positive Entwicklung des Betriebes am Standort und auch in Zeiten
der Corona-Krise vor. Eine Mitteilung, die auch den Regierungspräsidenten Dr.
Ullrich erfreute. Optima stellt pharmazeutische Abfüllanlagen,
Verpackungsmaschinen, Isolatoren und Gefriertrockungsanlagen her.

Martin Richard

Ansprechpartner

Tarik Cinar

Geschäftsführer

+49 6431 2856111
Tarik.Cinar@limburg-weilburg.cdu.de

Vorheriger Beitrag