Hünfelden. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis für Umweltangelegenheiten, Energieversorgung und Landwirtschaft, besuchte die Kreistagsfraktion der CDU Limburg-Weilburg das Versuchsgelände des Vereins für Landwirtschaftliche Fortbildung im Nassauer Land e.V. in Dauborn.
Auf dem Gelände des Versuchsfeldes wird auf insgesamt 420 Kleinparzellen mit einer Größe von jeweils rund 15 Quadratmetern die Wirkungsweise von Fungiziden auf verschiedene Anbausorten untersucht. Jürgen Dexheimer, Geschäftsführer des VLF und Olaf Pöhlmann, zuständiger Betriebsleiter, erklärten den Parlamentariern anschaulich, wie gerade Pilzerkrankungen die Gesundheit der Pflanze und somit den Ernteertrag beeinflussen. „Durch eine situative, an Standort und Wetterlage angepasste Fungizid-Strategie, lässt sich die Menge der tatsächlich benötigten Pilzbehandlungsmittel deutlich minimieren“, so Olaf Pöhlmann.
Aufgrund der Klimaveränderung, besonders spürbar in den letzten drei Jahren, konnte auf dem Versuchsgelände eine Einsparung von rund 40 % an benötigten Spritzmitteln errechnet werden.
Landwirte aus der Region lernen in Fortbildungen und Fachtagungen, nicht nur, wie man mit einer gezielten, situativ bemessenen Ausbringung von Spritzmitteln, möglichst viele Pflanzen ins Ziel bringt, sondern auch, welche Anbausorten in die Region passen. Somit ermöglicht eine daran gemessene, abgewogene Fungizid-Strategie, einen nicht nur hohen Ernteertrag, sondern erlaubt den Landwirten im Ergebnis auch eine wassersparende und maschinenarme Bewirtschaftung. „Durch weniger Maschineneinsatz“, sind sich die beiden Experten einig, „werden nicht nur Bodenbrüter (z.B. die Feldlerche, Feldhase u.a.) geschützt, sondern auch der Nitrataustrag in den Boden deutlich reduziert“.
Der Besuch des Versuchsfeldes dient den Kommunalpolitikern als ein Baustein in der Darstellung, wie Landwirtschaft im Miteinander für Menschen und Umwelt gestaltet werden und wie die Nahrungsversorgung nach unterschiedlichen Anbau- und Umsetzungsmethoden erreicht werden kann. Auch Jürgen Dexheimer betont: „Landwirtschaft hat in der Region vor allem auch den Auftrag, zur Nahrungsmittelversorgung beizutragen“. Damit wird letztlich auch weniger Import aus dem Ausland benötigt, was wiederum zu einer positiveren Klimabilanz beitragen kann.
Die Landwirtschaft erfüllt ihre zentrale Bedeutung vor Ort, also im Landkreis.
Burkhard Hölz, Vorsitzender des zuständigen Fachausschusses im Kreistag, sieht dazu einen „gesunden Mittelweg“. „Nur wenn man den Vorteilen beider Nutzungsformen, der konventionellen, wie der ökologisch betriebenen, Rechnung trägt, kann Landwirtschaft alle, ihr gesteckten Ziele erreichen, nämlich die heimische Nahrungsversorgung sicherstellen und zu einer besseren Klimabilanz beitragen“, so Burkhard Hölz.
Christian Wendel, Fraktionsvorsitzender der Kreis-CDU sowie die beiden Landtagsabgeordneten Andreas Hofmeister und Joachim Veyhelmann, bedankten sich für den informativen Austausch und kündigten an, die angesprochenen Themenfelder weiter zu tragen.
Weitere Informationen zur Arbeit der CDU-Kreistagsfraktion finden Sie unter www.cdu-limburg-weilburg.de. Zudem steht der Pressesprecher Tarik Cinar sehr gerne für Rückfragen zur Verfügung.

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