Die Kreisvereinigung der SENIOREN UNION der CDU konnte Herrn Wintermeyer zu einer fast 2-stündigen Online-Diskussion gewinnen, in der über die „Zukunft des ländlichen Raumes“ – vor allem für die Lebensqualität der älteren Mitbürger – diskutiert wurde. Nicht nur Kommunalpolitiker, sondern auch Mitglieder und Freunde der SENIOREN UNION, sind mit verantwortlich für eine starke Wirtschaft im ländlichen Raum, die Wertschöpfung bringt und damit alle Versorgungsstrukturen verbessert oder modernisiert. Städte und Dörfer im Kreis Limburg-Weilburg müssen als Willkommensräume erhalten bleiben!

Die Folgen der Pandemie, die langen Wochen des Lockdowns führten sehr realistisch die unterschiedlichen und auf die Generationen bezogenen Anforderungen vor Augen, insbesondere für die ältere Bevölkerung. Entscheidend für die Vorgehensweise der Arbeitsgruppen war und ist auch weiterhin, die Struktur (Gliederung) in dem Diskussionspapiers „Sieben mal Zukunft auf dem Land“ der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Analog dazu konnte seit April 2021 in regelmäßigen Videokonferenzen 7 Thesen in neun Beiträgen mit vielen Details erarbeitet werden. Zur Vorbereitung des Online Treffens erhielt Herr Wintermeyer eine Zusammenfassung (Kernaussagen) zu den sieben Thesen, bezogen auf den eigenen Landkreis.

Zu Beginn der Präsentation lobte Herr Wintermeyer „den Weitblick der Ausarbeitung von 7 Thesen“! Im Gegenzug bedankte sich der Vorstand für den stichwortartig zusammen gefassten Vortrag, der durch die statistischen Angaben besonders wichtig für die Weiterarbeit in den Gruppen ist. Nicht ganz neu, aber doch erschreckend sind die Zahlen zur demografischen Veränderung in im Landkreis: Der Landkreis Limburg-Weilburg verliert geschätzt 3,4% seiner Bevölkerung bis 2035 (Rhein-Main-Gebiet wächst um 8,5% bis 2030). „Wegzug und starke Entjüngung im ländlichen Raum“ heißt das Problem. Dagegen wächst die Gruppe der über 60-Jährigen im Landkreis bis 2025 auf einen Anteil von 31% an der Gesamtbevölkerung (2020 172.000 Einwohner). Geschätzt wird für ganz Hessen, dass im Jahr 2050 jeder 6. Bürger/in über 80 Jahre alt sein wird.

Die SENIOREN UNION teilt ebenfalls die Auffassung der Staatskanzlei, dass sehr viele neue Erkenntnisse aus dem „16 Monate andauerndem Lockdown“ gewonnen werden konnten.
Herr Wintermeyer nannte zwei Beispiele, die grundlegender Betrachtung bedürfen:

  1. Home Office Erfahrungen der berufstätigen Bevölkerung fördert den Wunsch, mit Familie
    am Rand der Ballungsgebiete naturnah wohnen zu wollen. Das zeigen die
    Immobilienpreise und Nachfragen nach Häusern, Kitas und Schulen

  2. Die wachsende ältere Bevölkerung ist hervorragend ausgebildet und bringt viel
    Lebenserfahrung und Engagement für die unterschiedlichsten Ehrenämter mit.
    Engagement und Ehrenamt muss „neu gedacht“ und von der öffentlichen Hand
    gefördert und abgesichert werden.
    Für die Staatskanzlei, mit Herrn Wintermeyer an der Spitze, sind das die vordringlichen Herausforderungen der Politik im ländlichen Raum:

  3. Aufrechterhaltung der Versorgungsstrukturen vor Ort, einschließlich medizinischem
    Angebot und Nahversorgung in den Dörfern

  4. Sicherstellung von Mobilität auch für Ältere und bessere Anbindung für Berufspendler
  5. Gestaltung des digitalen Wandels als Chance für Standort und jeden Bürger
  6. Gesellschaft zusammenhalten – Ehrenamt fördern,
  7. Familienwohnort bleiben und Bildungschancen bieten.

Die Fragen zur „kommunalen Selbstverwaltung“ wurden beantwortet, offen blieb das Thema „Klimaschutz und Energiewende“. Herr Wintermeyer verabschiedete sich mit der Zusage, noch in diesem Jahr zu zwei themenbezogenen Präsenzveranstaltungen in den Kreis Limburg-Weilburg zu kommen; eine große Motivation für alle Teilnehmer!

Gerade ehemalige Kommunalpolitiker, wie auch die noch aktiven Kolleginnen und Kollegen, können und wollen ihre Lebens- und kommunalpolitischen Erfahrungen konkret und themenbezogen in der kommunalen Arbeit mit einbringen. Die Mitglieder der Arbeitsgruppen sind gerne bereit, die verschiedenen Gremien zu unterstützen.

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